direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Zellsteuerung mit Dielektrophorese

Auftrennung biologischer Zellen in einem Mikrofluidik-Kanal mit DEP-Elektroden
Lupe [1]

Setzt man biologische Zellen, die in einem wässrigen Medium gelöst sind, einem inhomogenen elektrischen Feld aus, so kann ein elektrisches Dipolmoment induziert und eine Wechselwirkung mit dem Feld hervorgerufen werden. In der Konsequenz wird eine elektrische Kraft auf die Zelle ausgeübt, was als Dielektrophorese (DEP) [2] oder dielektrophoretischer Effekt bezeichnet wird. Die Mehrzahl der biotechnologischen Untersuchungen in diesem Feld beziehen sich auf die Manipulation von Zellströmen in mikrofluidischen Kanälen, in denen DEP durch metallische Elektroden hervorgerufen wird. Die DEP-Kraft mag entweder anziehender oder abstoßender Natur sein, je nachdem, ob die Zelle zu der Elektrode mit der höheren Feldliniendichte angezogen oder von ihr abgestoßen wird.

Dielektrophorese ist ein bemerkenswertes Phänomen, weil damit verschiedene Zellen nach ihren verschiedenen Polarisierbarkeiten zu trennen sind – ohne sie zu markieren wie in der Schema-Zeichnung gezeigt. Die Technik wurde deshalb bereits für die Sortierung verschiedener E. coli-Stämme getestet oder auch an Mikroorganismen mit verschiedener Dichte von Zellorganellen. Innerhalb des Gemeinsamen Labors wird ihr Einsatz zur Optimierung von Bioprozessen geprüft [Abt et al. 2020 [3]].

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Copyright TU Berlin 2008